26.02.26

BLACK HISTORY MONTH 2026: Ohne Black Culture keine Club Culture

Von Detroit bis Berlin: Techno war von Beginn an ein Soundtrack für Schwarze, widerständige Identität, eine Praxis und eine afroamerikanische
Kultur. Die gelebte Schwarze Kultur in den ersten Clubs und illegalen Raves, sowohl in Detroit, als auch in Berlin, legte den Grundstein für die Clubkultur, wie wir sie heute kennen, ohne sie wäre die Berliner Clubkultur kaum vorstellbar.

Speaker*innen

Alexander G. Weheliye (Professor für Modern Culture and Media, Brown University)

Georgina (Legendary Mother Georgina Leo Saint Laurent of the House of Saint Laurent Europe)

Moe el Amin (Black is)

The Incredible, Edible, Akynos – Sonyka Francis (Black Sex Workers Collective)

Jana Falcon

 

Während und nach dem Civil Rights Movement und den Stonewall Riots entstanden neue kulturelle Ausdrucksformen als Antwort auf die systemische Unterdrückung, Ausgrenzung und Diskriminierung Schwarzer Personen in den USA: Subkulturen, wie beispielsweise die Ballroom Culture in New York City schufen Räume für Schwarze, queere und trans Menschen. Chicago und Detroit House sowie Techno entstanden in den 70er und 80er Jahren als Ausdruck von Selbstermächtigung und Widerstand gegen soziale Kämpfe. Clubs wurden zu politischen Rückzugsorten. Schwarze Künstler*innen und Communities haben diese Entwicklungen maßgeblich geprägt. Gleichzeitig sind viele dieser Geschichten vor allem in Berlin, die sich als Hauptstadt des Technos versteht, im Laufe der Zeit weniger sichtbar geworden oder nur am Rand erzählt worden. Wie kam der Sound nach Berlin? Und was geschah hier weiter? Welche Geschichten prägen unser heutiges Bild von Clubkultur und welche Perspektiven verdienen mehr Raum?

Anlässlich des Black History Month 2026 laden wir am 26. Februar dazu ein, diesen Fragen gemeinsam nachzugehen. Wir öffnen einen Raum für Erinnerung, Austausch und Ausblick: Mit Film, Gespräch und Performance.

„In order for Berlin Techno to be imagined as something specific to Berlin and to Germany, it had to separate itself from Blackness.“

– Alexander G. Weheliye