Die Awareness Akademie unterstützt die Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen innerhalb der Clubkultur und begleitet euch dabei, vielfältige Räume selbst zu gestalten.

Angebote

Kollegiale Fallberatung für Clubs und Kollektive zum Umgang mit Diskriminierungsvorfällen

Im Zuge der kontinuierlichen Auswertung unseres freien Awareness Akademie Workshops Programms für die Berliner Clubkultur stellen wir immer wieder fest, dass die Teilnehmenden insbesondere den club- und gewerkeübergreifenden Austausch zu den eigenen Problemstellungen im Kontext von Awareness- und Antidiskriminierungsarbeit als sehr wertvoll und hilfreich wahrnehmen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Unterstützung für Clubs, Kollektive und Veranstaltende beim Umgang mit konkreten Diskriminierungsfällen auf den eigenen Veranstaltungen oder in den eigenen Strukturen.

Glossar
Weiße Räume
Es gibt zwei verschiedene Arten weißer Räume. Zum Einen racial spaces, in welchen sich hauptsächlich weiße Personen aufhalten. Diese Räume entstehen durch offene und subtile, meist historisch und strukturell bedingte gesellschaftliche Ausschlussmechanismen. In solchen weißen Räumen werden weiße Personen sehr selten mit »race based stress« konfrontiert, müssen sich also nicht mit →Rassismus und den eigenen →Privilegien auseinandersetzen. Weil weiße Personen so von der Konfrontation mit »race based stress« durch weiße Räume abgeschirmt werden, nehmen sie jede Konfrontation mit den Themen Rassismus und Privilegien als äußersten Stress wahr. →BIPoC werden an solchen weißen Orten nicht erwartet, fallen in diesen Räumen sehr auf, sind Rassismus ausgesetzt und fühlen sich aufgrund dessen und auch generell diskriminiert sowie damit unwohl. Zum Anderen haben sich Räume und Workshops zu critical whiteness (»kritisches Weißsein«) entwickelt, in denen sich weiße Menschen zusammensetzen und antirassistisch agieren möchten. Hier wird versucht, Verantwortung für die eigenen Privilegien zu übernehmen und damit möglichst reflektiert umzugehen. Insbesondere wird beabsichtigt, erlernten Rassismus zu verlernen und zu begreifen, wie jede:r die eigenen Privilegien erlebt und auslöst. Wichtig ist, dass in diesen weißen Räumen nicht von →BIPoC erwartet wird, emotionale Bildungsarbeit zu leisten, sondern sich die weißen Personen mit bereits bestehenden Ressourcen gegenseitig bilden. Einen Artikel zu »Rassismus in weißdominierten queeren Szenen« kannst du hier lesen.

MITWIRKEN

Gemeinsam mit euch möchten wir als Awareness Akademie diskriminierende Strukturen und Mechanismen in der Clubkultur erkennen und ihnen aktiv entgegenwirken. Wir sind daher immer offen für eure Workshop-Ideen oder Themenvorschläge für unsere Roundtables und wir freuen uns, wenn ihr interessante Materialien mit uns teilt.

 

 

GEFÖRDERT VON