Die Awareness Akademie unterstützt die Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen innerhalb der Clubkultur und begleitet euch dabei, vielfältige Räume selbst zu gestalten.

Angebote

Kollegiale Fallberatung für Clubs und Kollektive zum Umgang mit Diskriminierungsvorfällen

Im Zuge der kontinuierlichen Auswertung unseres freien Awareness Akademie Workshops Programms für die Berliner Clubkultur stellen wir immer wieder fest, dass die Teilnehmenden insbesondere den club- und gewerkeübergreifenden Austausch zu den eigenen Problemstellungen im Kontext von Awareness- und Antidiskriminierungsarbeit als sehr wertvoll und hilfreich wahrnehmen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Unterstützung für Clubs, Kollektive und Veranstaltende beim Umgang mit konkreten Diskriminierungsfällen auf den eigenen Veranstaltungen oder in den eigenen Strukturen.

Glossar
Binäres Geschlecht
Das binäre (westliche) Geschlechtersystem geht davon aus, dass es nur zwei Geschlechter gibt, nämlich männlich und weiblich. Es lässt keine anderen Geschlechter oder Zwischenstufen zu. Das gilt für jeden gesellschaftlichen Bereich, also z.B. die mit dem Geschlecht verknüpften sozialen Rollen, Geschlechtsidentitäten sowie die körperlichen Geschlechtsmerkmale von Menschen. Dieses System blendet die Existenz von  →intergeschlechtlichen,  →nicht-binären und andere Menschen aus, die nicht in dieses System passen. Das binäre Geschlechtersystem wird im Alltag immer wieder durch Verhaltensweisen, Normen und Regeln hergestellt. Es wird im Zweifelsfall auch gewaltvoll durchgesetzt. Beispielsweise werden intergeschlechtliche Menschen unnötigen medizinischen Eingriffen ausgesetzt, damit sie einem binären Geschlechterbild entsprechen. Clubs bieten jedoch einen Raum zum Ausleben und Ausprobieren verschiedener Geschlechtsidentitäten. Allerdings begegnen Personen im →Club auch einer binären Geschlechterordnung: Beispielsweise werden bei der Taschenkontrolle weiblich gelesene Personen meistens zu einer anderen weiblich gelesenen Security Person zugeordnet. Das hat natürlich auch seine Berechtigung. Jedoch kann die Geschlechtsidentität einer Person nicht anhand von Äußerlichkeiten abgelesen werden. Um →Misgendern zu vermeiden, sollte das Security Personal den Gast fragen, von wem die Taschenkontrolle durchgeführt werden soll.

MITWIRKEN

Gemeinsam mit euch möchten wir als Awareness Akademie diskriminierende Strukturen und Mechanismen in der Clubkultur erkennen und ihnen aktiv entgegenwirken. Wir sind daher immer offen für eure Workshop-Ideen oder Themenvorschläge für unsere Roundtables und wir freuen uns, wenn ihr interessante Materialien mit uns teilt.

 

 

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