Die Awareness Akademie unterstützt die Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen innerhalb der Clubkultur und begleitet euch dabei, vielfältige Räume selbst zu gestalten.

Angebote

Kollegiale Fallberatung für Clubs und Kollektive zum Umgang mit Diskriminierungsvorfällen

Im Zuge der kontinuierlichen Auswertung unseres freien Awareness Akademie Workshops Programms für die Berliner Clubkultur stellen wir immer wieder fest, dass die Teilnehmenden insbesondere den club- und gewerkeübergreifenden Austausch zu den eigenen Problemstellungen im Kontext von Awareness- und Antidiskriminierungsarbeit als sehr wertvoll und hilfreich wahrnehmen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Unterstützung für Clubs, Kollektive und Veranstaltende beim Umgang mit konkreten Diskriminierungsfällen auf den eigenen Veranstaltungen oder in den eigenen Strukturen.

Glossar
Harm Reduction
Harm Reduction bezieht sich auf Maßnahmen, Programme und Praktiken, die darauf abzielen, die negativen gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Konsequenzen des Gebrauches von Drogen zu reduzieren, ohne dabei zwangsläufig das Ziel einer Reduzierung des Drogenkonsums zu verfolgen. Schadensminderung basiert auf Gerechtigkeit und Menschenrechten. Sie konzentriert sich auf positive Veränderungen und auf die Arbeit mit Menschen, ohne sie zu verurteilen, zu zwingen, zu diskriminieren oder von ihnen zu verlangen, dass sie den Drogenkonsum als Vorbedingung für die Unterstützung einstellen. Es wird akzeptiert, dass Menschen sich bewusst für oder gegen einen Substanzkonsum entscheiden. Harm Reduction richtet das besondere Augenmerk auf die Rahmenbedingungen, die die Zielgruppe dabei unterstützt, Schäden zu verringern bzw. zu vermeiden und Angebote der Gesundheitsförderung wahrzunehmen. Harm Reduction betrachtet Substanzkonsumierende als selbstbestimmte und intelligente Individuen und erkennt die Bindung, die jeder Mensch zu einer Substanz hat, an. Sie fördert das Wissen und stärkt die Handlungskompetenz Substanzkonsumierender mit dem Ziel der Risikominimierung. Sie lehnt es ab, irgendeine Substanz zu stigmatisieren und Konsument:innen zu beschämen. Harm Reduction beinhaltet außerdem die Komponente der sozialen Gerechtigkeit mit dem Ziel, die Drogenpolitik zu ändern und sich dem (rassistischen, imperialistischen) Krieg gegen Drogen entgegenzustellen. Maßnahmen der Harm Reduction sind beispielsweise  Safer-Use-Beratung/ Infostände/ Materialien, Drogenkonsumräume, Awareness-Teams, Drug-Checking, Spritzentausch und ‑automaten. MEHR: https://www.hri.global/what-is-harm-reduction https://mybrainmychoice.de/harm-reduction/ https://lecken.berlin/images/harm-reduction-poster.png

MITWIRKEN

Gemeinsam mit euch möchten wir als Awareness Akademie diskriminierende Strukturen und Mechanismen in der Clubkultur erkennen und ihnen aktiv entgegenwirken. Wir sind daher immer offen für eure Workshop-Ideen oder Themenvorschläge für unsere Roundtables und wir freuen uns, wenn ihr interessante Materialien mit uns teilt.

 

 

GEFÖRDERT VON