Die Awareness Akademie unterstützt die Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen innerhalb der Clubkultur und begleitet euch dabei, vielfältige Räume selbst zu gestalten.

Angebote

Kollegiale Fallberatung für Clubs und Kollektive zum Umgang mit Diskriminierungsvorfällen

Im Zuge der kontinuierlichen Auswertung unseres freien Awareness Akademie Workshops Programms für die Berliner Clubkultur stellen wir immer wieder fest, dass die Teilnehmenden insbesondere den club- und gewerkeübergreifenden Austausch zu den eigenen Problemstellungen im Kontext von Awareness- und Antidiskriminierungsarbeit als sehr wertvoll und hilfreich wahrnehmen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Unterstützung für Clubs, Kollektive und Veranstaltende beim Umgang mit konkreten Diskriminierungsfällen auf den eigenen Veranstaltungen oder in den eigenen Strukturen.

Glossar
Antisemitismus
Die 2016 von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) nicht rechtsverbindliche Arbeitsdefinition lautet:  »Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.« Die Bundesregierung hat außerdem folgende Erweiterung verabschiedet:  »Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.« Um die IHRA bei ihrer Arbeit zu leiten, können die folgenden Beispiele zur Veranschaulichung dienen: Erscheinungsformen von Antisemitismus können sich auch gegen den Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, richten. Allerdings kann Kritik an Israel, die mit der an anderen Ländern vergleichbar ist, nicht als antisemitisch betrachtet werden. Antisemitismus umfasst oft die Anschuldigung, die Juden betrieben eine gegen die Menschheit gerichtete Verschwörung und seien dafür verantwortlich, dass »die Dinge nicht richtig laufen«. Der Antisemitismus manifestiert sich in Wort, Schrift und Bild sowie in anderen Handlungsformen, er benutzt unheilvolle Stereotype und unterstellt negative Charakterzüge. Antisemitismus ist eine Form von →Rassismus, jedoch unterscheidet er sich darin, dass Jüd:innen nicht nur wie Black, Indigenous, and People of Color (BIPoC) als »minderwertig« betrachtet, sondern auch mit den Stereotypen behaftet sind, »reich«, »geldgierig«, »mächtig«, »elitär« oder von Natur aus »bösartig« zu sein. Im April 2021 wurde die nicht rechtsverbindliche »Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus« JDA) als mögliche Alternative zur IHRA-Definition oder als Hilfsmittel zu ihrer Interpretation veröffentlicht: »Antisemitismus ist Diskriminierung, Vorurteil, Feindseligkeit oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden als Jüdinnen und Juden (oder jüdische Einrichtungen als jüdische).« Im Zusammenspiel mit einem Set aus 15 Leitlinien zur Verwendung soll die Kerndefinition der JDA ein neuer Vorschlag für die Ausdifferenzierung der Antisemitismus-Definition sein.

MITWIRKEN

Gemeinsam mit euch möchten wir als Awareness Akademie diskriminierende Strukturen und Mechanismen in der Clubkultur erkennen und ihnen aktiv entgegenwirken. Wir sind daher immer offen für eure Workshop-Ideen oder Themenvorschläge für unsere Roundtables und wir freuen uns, wenn ihr interessante Materialien mit uns teilt.

 

 

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