Die Awareness Akademie unterstützt die Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen innerhalb der Clubkultur und begleitet euch dabei, vielfältige Räume selbst zu gestalten.

Angebote

Kollegiale Fallberatung für Clubs und Kollektive zum Umgang mit Diskriminierungsvorfällen

Im Zuge der kontinuierlichen Auswertung unseres freien Awareness Akademie Workshops Programms für die Berliner Clubkultur stellen wir immer wieder fest, dass die Teilnehmenden insbesondere den club- und gewerkeübergreifenden Austausch zu den eigenen Problemstellungen im Kontext von Awareness- und Antidiskriminierungsarbeit als sehr wertvoll und hilfreich wahrnehmen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Unterstützung für Clubs, Kollektive und Veranstaltende beim Umgang mit konkreten Diskriminierungsfällen auf den eigenen Veranstaltungen oder in den eigenen Strukturen.

Glossar
Türpolitik
In vielen Berliner Clubs wird der Eintritt durch die jeweilige Türpolitik des:der Veranstalter:in bzw. Betreiber:in reguliert. Es handelt sich dabei um im Vorfeld festgelegte Auswahlkriterien anhand derer potenziellen Gästen der Einlass gewährt oder verweigert wird. Diese Form des Kuratierens und Organisierens des Publikums einer Veranstaltung dient zum Beispiel dazu, Räume vor übergriffigen Menschen zu schützen, die Anzahl an Menschen zu regulieren, einer bestimmten Community auf ihrer Party einen Freiraum zu schaffen oder auch ein ausgeglicheneres Geschlechterverhältnis zu erreichen. Um eine spezifische Atmosphäre oder Durchmischung in einem Club zu ermöglichen, werden Menschen manchmal auch anhand anderer Kriterien abgewiesen, die oft auch sehr zufällig sein können. Dabei ist es wichtig, →Diskriminierungvorzubeugen und sicher zu stellen, dass die Auswahl bzw. der Ausschluss von Menschen nicht aufgrund zugeschriebener Merkmale  vorgenommen wird. So ist zum Beispiel →Rassismus an Clubtüren ein sehr häufiges Problem. Aber auch das Aussehen und andere zugeschriebene Merkmale wie das Alter, die Herkunft, Klasse, körperliche oder geistige Behinderung,  das Geschlecht und/ oder die sexuelle Orientierung können häufig vorkommende Ausschlusskriterien sein, die zu Diskriminierung führen. Die Türpolitik fällt unter das →Hausrecht eines Clubs und steht im Spannungsverhältnis zum →AGG, das in jedem Fall rechtlich darüber steht.

MITWIRKEN

Gemeinsam mit euch möchten wir als Awareness Akademie diskriminierende Strukturen und Mechanismen in der Clubkultur erkennen und ihnen aktiv entgegenwirken. Wir sind daher immer offen für eure Workshop-Ideen oder Themenvorschläge für unsere Roundtables und wir freuen uns, wenn ihr interessante Materialien mit uns teilt.

 

 

GEFÖRDERT VON